Like it? Share it!
Live 2010

13.V.2010

CA - Kinetik-Festival, Montreal

12.VI.2010

D - Blackfield-Festival, Gelsenkirchen

Scandianvian dates have been brought forward to autumn 2010
DK - Copenhagen
SE -  Stockholm

06.XI.2010
D - 1. BlackHeart-Festival, Langquaid - Gate

12.XI.2010
D - Electronic Dreamz Festival , Brunswick - MMH

Tyske Ludder new album Anonymous

Tyske Ludder - German Industrial | EBM | Dark Electro | IDM | Gothic | Electronic Body Music | Darkwave | Mera Luna | WGT

GermanEnglish (United Kingdom)

Darkwave

Tyske Ludder - German Industrial | EBM | Dark Electro | IDM | Gothic | Electronic Body Music | Darkwave | Mera Luna | WGT | Unheilig

Hier ein Auszug aus Wikipedia, den wir für sehr gelungen halten

Dark Wave (engl. dark = „dunkel, trüb“, wave = „Welle“) bezeichnet eine Epoche der Musik. Sie umschließt Spielarten, die sich im Zuge der New-Wave-Bewegung herausgebildet haben und hinsichtlich ihrer klanglichen Umsetzung als dunkel, trist, elegisch oder sehnsuchtsvoll wahrgenommen werden.

 

 

Hierzu zählen unter anderem Rockmusik im Stil von Bands wie Joy Division oder The Cure, rein elektronisch arrangierte Kompositionen (beispielsweise frühe Anne Clark oder Psyche) sowie Kompositionen auf der Basis einer semi-akustischen Instrumentierung mit Gitarren, Flöten, Trommeln oder Violinen (z. B. bei Deine Lakaien, In the Nursery oder Death in June).

Im engeren Sinne erfasst Dark Wave die Strömungen Cold Wave, Electro Wave, Ethereal, Gothic Rock, Neofolk und Neoklassik, sowie die Neue Deutsche Todeskunst und Teile der Neuen Deutschen Welle. Umstritten ist die Ausweitung auf das Post-Industrial-Umfeld, da es wechselseitig zu stilistischen Überlagerungen kam und demzufolge die Genregrenzen stark verschwammen (so bei Attrition, Die Form, Kirlian Camera oder Pink Industry).

Aus der Perspektive Deutschlands umfasst die Dark-Wave-Epoche den Zeitraum zwischen Anfang der 1980er Jahre und Ende der 1990er Jahre. In anderen Ländern, wie Brasilien, Frankreich, Italien, Spanien oder den Vereinigten Staaten, konnten einige der Spielarten bis heute konserviert und verfeinert werden.

Dark Wave ist untrennbar mit den musikstilistischen Charakteristika der späten 1970er und 1980er Jahre verbunden. Auf der Grundlage dieser Bewegung entstand ein kulturelles Milieu, dessen Anhänger man interkontinental als Waver[1][2] und – in Deutschland – sporadisch als „Dark Waver“[3][4][5] bezeichnete. Neben „konventionellen Wavern“ gehörten hierzu die frühen Goths, im deutschen Sprachraum auch Gruftis genannt.

Wurzeln

New Wave

Hauptartikel: New Wave

New Wave steht für die „Neue Welle“ im Bereich der Populärmusik, die ab der Mitte der 1970er zu Tage trat und sich bis ans Ende der 1980er Jahre beinahe über den gesamten Globus erstreckte. Seymour Stein, Mitbegründer der Sire Records Company, nutzte um 1977 den Ausdruck „New Wave“, um die Alben der amerikanischen Rockband Talking Heads zu vermarkten und Musik, die sich vom allgemeinen Rockverständnis dieser Zeit unterschied, zu kategorisieren. Die sich – in Anlehnung an die französische Filmkunst Nouvelle Vague – etablierende Bezeichnung implizierte schon bald zahlreiche musikkulturelle Strömungen, die auf beiden Seiten des Atlantiks aus Teilen der Punk-Bewegung hervorgingen oder simultan dazu ihr Revival feierten (beispielsweise die Mod- oder 2-Tone-Ska-Bewegung).

Nur 2 Jahre später findet sich New Wave in Mitteleuropa in Form der Neuen Deutschen Welle wieder. In diesem Fall jedoch weit umfassender, wurden anschließend auch Teilbereiche der Deutschpunk- und Post-Industrial-Musik unter dem Begriff „Neue Deutsche Welle“ geführt.

Nach dem Ausklingen der Punk-Ära in den späten 1970ern gewann „New Wave“ als Vermarktungsetikett zunehmend an Bedeutung und wurde bis in die frühen 1990er Jahre – zeitweise in seiner Kurzform „Wave“ – international genutzt. Der im August 1981 gegründete US-amerikanische Fernsehsender MTV trug nachträglich zur rasanten Verbreitung des Begriffes bei.

Post-Punk

Hauptartikel: Post-Punk

Wurden in den 1970er Jahren unter der Bezeichnung „New Wave“ noch Musikformen unterschiedlicher Couleur vereint, erfolgte seit Beginn der 1980er der Versuch einer Trennung zwischen Gruppen, die unmittelbar aus dem Punk-Umfeld hervorgingen bzw. stilistisch zum Punk neigten (Killing Joke) und denen, die grundsätzlich abseits der Punk-Bewegung agierten (beispielsweise Elvis Costello) oder gezielt Pop-Komponenten aufgriffen (z. B. Visage).[6] Erstere firmierten schon bald unter der Sammelbezeichnung Post-Punk, letztere verblieben unter der Bezeichnung „New Wave“. Diese Form der Differenzierung, die sich zunächst auf Großbritannien und die USA beschränkte, blieb dem Dark-Wave-Umfeld weitgehend fremd. So zählen auch heute noch renommierte Post-Punk-Bands wie Joy Division, Bauhaus[7] oder The Cure[8] zu den Ikonen der Dark-Wave-Bewegung.[9]

Einflussfaktoren

Rockmusik

Bereits vor Beginn der New-Wave-Ära gab es im Rahmen der Rockmusik vereinzelt Musiker, die sich kompositorisch der Schattenseite des Lebens zuwandten. Als eine herausragende Persönlichkeit gilt in diesem Fall die deutsche Künstlerin Nico alias Christa Päffgen. Die von ihr erschienenen, teils mittelalterlich anmutenden Alben The Marble Index (1969) und Desertshore (1970) zählen zu den bedeutendsten Werken der Rockgeschichte. Siouxsie Sioux, Sängerin der Siouxsie & the Banshees, erwähnte Nico als einen ihrer wesentlichen Einflussfaktoren.[10] Auch andere Künstler, wie Ian Curtis (Joy Division), Peter Murphy (Bauhaus) oder Ian Astbury (The Southern Death Cult) zeigten sich von der ehemaligen Velvet-Underground-Chanteuse fasziniert.[11][12]

Weiterhin inspirierten Vertreter des Psychedelic Rock, speziell The Doors, einen Teil der europäischen Musikkultur. Joy Division spielten den The-Doors-Titel „Riders on the Storm“ auf einigen ihrer Konzerte.[13] 1993 erschien die Compilation „Lizard King - A Tribute to Jim Morrison“, auf der Interpreten wie Alexander Veljanov (Deine Lakaien), Peter Spilles (Project Pitchfork), Martin von Arndt (Printed at Bismarck’s Death) oder Rüdiger Frank (The Tors of Dartmoor) The Doors ihren Respekt zollen. Ian Astbury, ehemaliger Kopf und Sänger der Band The Southern Death Cult, startete um 2002 gemeinsam mit Ray Manzarek und Robby Krieger ein The-Doors-Revival unter dem Projektnamen The Doors of the 21st Century, das ab 2005 – aufgrund eines Rechtsstreits – unter dem Namen Riders on the Storm weitergeführt wurde.

Ferner hinterließ die Musik von The Velvet Underground, The Rolling Stones und nicht zuletzt The Moody Blues einen bleibenden Eindruck. Als einer der bekanntesten Titel der Moody Blues gilt „Nights In White Satin“, ein Top-Ten-Hit der 1970er Jahre, der gelegentlich von Projekten aus dem Dark-Wave-Umfeld neu vertont wird.

Kunstmusik

Ein häufig unterschätzter Einfluss ist der der Kunstmusik. Besonders Komponisten der Romantik, wie Gustav Mahler, Richard Wagner, Anton Bruckner[14], Franz Schubert[15], Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, und der Neuen Musik, wie Igor Strawinsky, sind im Dark-Wave-Umfeld von großer Bedeutung.

So berichtete das Wave-Magazin Glasnost bereits 1991 über die „Inspiration der Wave-Musik durch Klassische Musik“.[16] Etliche Künstler, wie Dead Can Dance, In the Nursery, Anne Clark, Deine Lakaien, Soul in Isolation, Ghosting, Sopor Aeternus oder Ophelia’s Dream, ließen sich durch die Musik früherer Komponisten inspirieren:

Schon seit einigen Jahren entdecken Wave-Bands ihre Wurzeln in der Klassischen und mittelalterlichen Musik. Prominenteste Vertreter sind da mit Sicherheit Dead Can Dance und In the Nursery.[17]

Rüdiger Freund, Musikjournalist

In der zweiten Hälfte der 1980er mündete die Faszination an der Romantik, der Alten und der Neuen Musik in der Entwicklung der Neoklassik.

Literatur

Anregungen literarischer Art boten Schriftsteller und Lyriker der vergangenen drei Jahrhunderte, speziell Vertreter der Romantik-Bewegung, wie Novalis[15], Edgar Allan Poe[18] und Mary Shelley[19] oder auch Dichter wie George Gordon Byron[19] und William Blake[20][21]. Im Bereich des französischen Symbolismus sind vor allem Charles Baudelaire[18][22] und Arthur Rimbaud[23][19] zu nennen.

Aber auch Schriftsteller der Moderne, wie Henri Alain-Fournier[24], Franz Kafka[25], James Joyce[26], J. D. Salinger und Henry Miller[27], sowie Dichter des Expressionismus, wie Georg Heym und Gottfried Benn[28], werden häufig als Einfluss genannt.

Entwicklungsgeschichte

Die Geschichte der Dark-Wave-Bewegung lässt sich in drei Etappen gliedern:

1979-1989 – Klassische Phase: In dieser Ära bildeten sich die sechs elementaren Stilarten Electro Wave, Gothic Rock, Cold Wave, Ethereal, Neofolk und Neoklassik heraus, das siebte Genre, die sogenannte Neue Deutsche Todeskunst, entstand um etwa 1989 und speiste stilistisch überwiegend aus den sechs vorangegangenen Strömungen. Viele Musikgruppen dieser Zeit wurzelten in der Post-Punk-Bewegung und nutzten die Do-It-Yourself-Ideologie, die der Punk ihnen zuvor ermöglichte, als Sprungbrett. Als Ausgangsbasis fungierte hauptsächlich Großbritannien, es lassen sich jedoch Parallelerscheinungen in anderen Regionen erkennen, sodass man von einer gesamt-europäischen Bewegung sprechen kann. Der Einfluss auf die musikkulturelle Entwicklung in den Küstenregionen der Vereinigten Staaten ist umstritten. Der Death Rock, der sich vorzugsweise im kalifornischen Raum herausbildete, verstand sich zunächst als unabhängig entwickelte Strömung, bei der sich erst im Verlauf der 1980er Jahre Überlagerungen mit der europäischen Kultur bemerkbar machten. Nach dem Ausklingen der Klassischen Phase erfolgte eine deutliche Verminderung post-punk-typischer Nuancen, wie sie bei vielen Kompositionen dieser Zeit üblich waren.

1990-1998 – Blütezeit und Regression: Dieser, häufig als Revival wahrgenommene Zeitabschnitt umfasst die Neugründung und die ansteigende Popularität zahlreicher Nachwuchsgruppen und Plattenfirmen zu Beginn sowie den rasanten Niedergang des Dark-Wave-Genres in Ländern wie Deutschland ab der Mitte der 1990er Jahre. Konträr zur Klassischen Phase vollzog sich innerhalb dieser Dekade eine geringfügige Ausbreitung über weite Gebiete der Erde, so auch in Australien. Die nachfolgenden Jahre sind durch die anhaltende Rückbildung auf globaler Ebene infolge von Verdrängung, Stiländerung und Verschmelzung mit zeitgemäßen Musikstilen – beispielsweise Ethereal mit Trip Hop – gekennzeichnet. Die Strömungen Cold Wave, Electro Wave, Neue Deutsche Todeskunst sowie der traditionelle Gothic Rock gelten vielerorts mit dem ausklingenden Jahrzehnt als erloschen.

1999-2008 – Entwicklung bis zur Gegenwart: Dieser Zeitraum markiert kleinere Revivals, wie das Gothic-Revival (Batcave-Revival, oft gekoppelt mit einem Minimal-Electro-Revival). Diese Revivals basieren vorwiegend auf einer Demo- und Internet-Ebene sowie kleineren Festivals. Ethereal befindet sich in einer Ausklangphase, die Genres Neoklassik und Neofolk existieren hingegen konstant weiter.

Klassische Phase (1979-1989)

Auf der Basis von New Wave und Post-Punk schufen ab dem Ende der 1970er Jahre verschiedene Newcomer-Bands den Nährboden für eine neue, musikkulturelle Bewegung, die Introvertiertheit, Desillusion, Weltschmerz, Todessehnsucht, aber auch Gesellschafts- und Religionskritik, Philosophie, Naturmystik, Esoterik, Eskapismus und Romantik thematisch und klanglich in sich vereinte. Viele dieser Künstler reflektierten die aus der Punk-Bewegung bekannten Zukunftsängste (No Future), insbesondere vor der stetig ansteigenden Massenarbeitslosigkeit infolge einer weltwirtschaftlichen Depression[29] oder vor einem drohenden Atomkrieg durch das kontinuierliche Wettrüsten während der erneuten Zuspitzung des Kalten Krieges. Mit dem Beginn des Thatcherismus verstärkten sich diese Endzeitvisionen oder nahmen binnen kürzester Zeit Gestalt an.

Als Ende der 1970er, Anfang der 1980er diese Art von Musik – im Anschluss an die vom Kommerz zernagte Punk-Bewegung – populär wurde, hatte sie ähnliche gesellschaftliche und soziale Missstände zum Inhalt wie etliche Punk-Gruppen. [...] Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Künstler in ihrer Musik eigene Emotionen, Ängste und Sehnsüchte verarbeiten und die Grundstimmung ihrer Songs trübe, düster und schwermütig gerät: Es ist die kontinuierliche Auseinandersetzung mit der eigenen, inneren Realität.[30]

Rainer „Easy“ Ettler, Chefredakteur der Musikzeitschrift Zillo, 1990

Keine unwesentlichen Spuren hinterließen hierbei die Lebensbedingungen, die speziell in den 1970er Jahren mit den als grau, kalt, trostlos und anonym empfundenen, in aller Eile aus dem Boden gestampften Plattenbausiedlungen eine neue Ära einläuteten und sich in den musikalischen Ausdrucksformen vieler Künstler widerspiegeln:

Wir wohnten direkt im Mördermekka der Midlands, in Northampton. Es war eine einzige Leere, diese graue, hoffnungslose, nasskalte britische Inselmentalität. Nicht-Kultur. Wir waren mittendrin, und „In The Flat Field“ (Anm.: das Bauhaus-Debüt) handelte direkt davon, in dieser gottlosen, flachen Landschaft zu leben, in diesem linearen, sich nirgendwo erhebenden Bewusstsein, das tatsächlich das Ergebnis dessen zu sein schien, was Nietzsche prophezeit hatte: den Tod Gottes.[31]

Peter Murphy, britischer Musiker und Sänger der Band Bauhaus

Damit einher ging der Versuch der Weltflucht aufgrund fehlender Zukunftsperspektiven und der als gefühlskalt und farblos empfundenen Realität. Mit der Zielsetzung, als Musiker den Lebensumständen und der finanziellen Notlage zu entfliehen, boten viele Künstler nicht nur sich selbst ein Ventil für angestaute Emotionen, sondern auch zahlreichen frustrierten Jugendlichen dieser Zeit, die – enttäuscht vom Punk, der „das öde Grau hatte wegreißen wollen, letztendlich aber nur umgestaltet hatte“[31] – kein positives Lebensgefühl in den öden Trabanten-Städten, inmitten ihrer zunehmend zerstörten Umwelt entfalten konnten.

Um das Verhältnis zur New-Wave- und Post-Punk-Bewegung und den damit verbundenen musikstilistischen Parallelen weiterhin ersichtlich zu machen, modifizierte man einzig den ersten Begriffsbestandteil und kreierte auf diese Art und Weise die Bezeichnung für ein neues Genre, das seine musikkulturellen Ausgangsformen teilweise um mehr als zwei Dekaden überlebte: aus „New Wave“ wurde „Dark Wave“.[32]

Einige Künstler mit essentieller Bedeutung waren:

Joy Division
Joy Division zählten zu den stilprägenden Gruppen aus dem Post-Punk-Umfeld und gaben der Entfaltung der Dark-Wave-Bewegung, insbesondere mit dem zweiten Werk „Closer“ von 1980, wichtige Impulse. Dieses Werk hebt sich deutlich von seinem Vorgänger ab und reflektiert den Gemütszustand des Sängers Ian Curtis wenige Wochen vor seinem Tod.[33] Die Texte, die viel Freiraum für Interpretationen lassen, das Cover-Artwork, das mit einem schwarz/weiß-Motiv die Beweinung Christi zeigt, sowie die Tatsache, dass sich Ian Curtis noch vor der Album-Veröffentlichung das Leben nahm, brachten in den darauf folgenden Jahren für „Closer“ den Ruf eines Dark-Wave-Klassikers mit sich. In ganz Europa gründeten sich Bands, die versuchten, in die Fußstapfen von Joy Division zu treten. Besonders westeuropäische Gruppen, wie die Cocteau Twins, Death in June, In the Nursery oder Siglo XX – Bands, die später selbst einmal im Dark-Wave-Umfeld eine zentrale Rolle spielten – zeigten sich von der Musik von Joy Division inspiriert. „Closer“ kletterte auf Platz # 5 der englischen Top Ten und verkaufte sich bis Mitte 1982 weltweit etwa 250.000 mal.[13]
Bauhaus
Im Allgemeinen gelten Bauhaus als die erste Gothic-Band überhaupt, auch wenn sie von Seiten der Presse gerne als David-Bowie-Kopie belächelt wurden. Wichtig für die Dark-Wave- und Gothic-Bewegung war vor allem die Debut-Single von 1979, mit dem fast 10-minütigen Titeltrack Bela Lugosi’s Dead, eine Hommage an den Schauspieler Béla Ferenc Dezső Blaskó. Durch das Album „Mask“ von 1981, mit Songs wie The Passion of Lovers, Hair of the Dog oder Hollow Hills, konnten Bauhaus ihren Status als „Godfathers of Goth“ festigen.[7] Gleichzeitig stellt dieses Werk den Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens dar. 1983 gelang ihnen mit She’s in Parties ein letzter Hit, bevor sie sich im Juli desselben Jahres infolge band-interner Differenzen auflösten. Nach einer Reunion im Jahre 1998 sorgten Bauhaus erneut für Aufsehen, als sie den Titel Severance von der australischen Formation Dead Can Dance in einer schleppenden Ausführung mit über 7 Minuten Spielzeit neu interpretierten (zum Vergleich: die Länge des Originals umfasst 03:22 min).
The Cure
Neben Joy Division stammen ebenso The Cure aus der ehemaligen Post-Punk-Szene Englands und zählen seit Anfang der 1980er Jahre zu den Wegbereitern der europäischen Dark- und Cold-Wave-Bewegung. Insbesondere die Alben „Faith“ (1981) und „Pornography“ (1982), mit Titeln wie The Funeral Party, All Cats are Grey, One Hundred Years, The Figurehead oder Cold, stellen durch ihre in sich gekehrte und weltschmerzdurchtränkte Art einen merklichen Wandel gegenüber früheren Werken der Band dar. Vergänglichkeit und Glaube sind hierbei persistent wiederkehrende Themen, Adam Sweeting, Journalist der Zeitschrift Melody Maker, umschrieb die Musik von „Pornography“ mit den Worten „It’s downhill all the way into ever-darkening shadows...“.[34] Mit der anschließenden Hinwendung zu eingängigeren Popsongs, kehrten The Cure erst 1989 mit „Disintegration“ zur Grundstimmung des „Faith“-Albums zurück. „Disintegration“ stieg auf Platz # 3 der britischen Album-Charts, die daraus ausgekoppelten Singles „Lullaby“, „Pictures of You“ und „Lovesong“ erzielten ähnliche Erfolge.
The Sisters of Mercy
The Sisters of Mercy aus Leeds feierten 1982 ihren ersten Erfolg mit der Single „Alice“, die Platz # 26 der britischen Independent-Charts erreichte und in den nachfolgenden Jahren zu einem Klassiker des Gothic-Rock-Genres aufstieg. Nur ein Jahr später gelang der Band mit dem Titel Temple of Love der Durchbruch. Es dauerte jedoch noch zwei weitere Jahre, ehe das Erstlingswerk „First and Last and Always“ den Weg in die Plattenläden fand und dem Quartett mit Klassikern wie Marian oder Black Planet erneut hohe Verkaufszahlen bescherte. The Sisters of Mercy zählten, neben Bauhaus, The Cure und Joy Division, zu den wichtigsten Formationen der Dark-Wave-Bewegung.[32] Trotz mehrjähriger Bühnenabstinenz, des kommerziellen Erfolgs des 1987er Albums „Floodland“ und der zunehmenden Hinwendung zum Hard Rock mit dem Album „Vision Thing“ in den 1990er Jahren, behielten sie diesen Status bis in die Gegenwart bei.
Anne Clark
Anne Clark, eine der namhaften Künstlerinnen aus dem Spoken-Word-Umfeld, nutzte schon früh Literatur und Musik als Ausdrucks- und Zufluchtsmöglichkeit und beschritt ihre Karriere mit dem 1982er Debut „The Sitting Room“, auf dem sie ihre Texte erstmals einer breiteren Masse musikalisch darbietet. „The Sitting Room“ enthält keine Clubhits, konnte jedoch in Teilen der Wave-Szene durch seine getragenen, introvertierten Klänge deutlich Eindruck hinterlassen. Ihre größten Erfolge feierte Anne Clark anschließend mit Sleeper in Metropolis (1983) und Our Darkness (1984), mittels der Retrospective-Collection „Terra Incognita“ (1986) wurde sie auch in Spanien bekannt.
Xmal Deutschland
Die Hamburger Formation Xmal Deutschland, die 1980 als reine All-Girl-Combo gegründet wurde, veröffentlichte in den darauf folgenden zwei Jahren die beiden Singles „Schwarze Welt“ (1981) und „Incubus Succubus“ (1982) auf Alfred Hilsbergs ZickZack-Label. Unter dem Banner der Neuen Deutschen Welle kreierte sie dabei als eine der ersten deutschen Bands Kompositionen im Gothic-Rock-Stil. Nach einigen Konzerten mit den Cocteau Twins wurde die Band vom britischen Independent-Label 4AD unter Vertrag genommen und gewann dadurch insbesondere im englischen Sprachraum an Popularität.
Dead Can Dance
Die ursprünglich in Melbourne gegründete Formation Dead Can Dance startete 1981 zunächst als gewöhnliche Post-Punk-Band. Nach einem Umzug nach England und einem Vertragsschluss mit der Londoner Plattenfirma 4AD im darauf folgenden Jahr komponierten Dead Can Dance 1984 mit verschiedenen Gastmusikern ihr gleichnamiges Debüt, das sich am Gothic- und Wave-Sound der frühen 1980er orientierte, allerdings auch mit unkonventionellen Instrumenten, wie etwa einem Hackbrett in „Frontier“, aufwartete. Mit dem zweiten Werk „Spleen and Ideal“, das bis auf Platz # 2 der britischen Independent-Charts gelangte, arbeiteten Dead Can Dance erstmals verstärkt mit klassischen und orientalisch anmutenden Elementen. Auf den Einsatz gothic-rock-typischer Gitarren wurde, mit Ausnahme von Titeln wie „Avatar“, gänzlich verzichtet. Die Abkehr von rock- und popmusik-orientierten Track-Strukturen und die Hinwendung zu monumentalen Klangwelten gipfelte 1987 in dem Album „Within the Realm of a Dying Sun“, einem für die Neoklassik wegweisenden Werk.
Clan of Xymox
Die niederländische Band Clan of Xymox debütierte 1984 mit der Mini-LP „Subsequent Pleasures“. Neben dem Titel Going Round, der in Deutschland zu einem Undergrund-Hit aufstieg[35], fand vor allem der Track Moscovite Musquito reichlich Gehör und wurde, bedingt durch das lockere Gitarrenspiel, mehrfach mit der Musik von The Cure, Joy Division oder Echo & the Bunnymen verglichen. 1986 veröffentlichten Clan of Xymox ihr zweites Werk „Medusa“, das – trotz anfänglicher Bedenken – ein internationaler Erfolg wurde. Titel wie Louise, Michelle und Agonised by Love avancierten zu Hits und steigerten den Bekanntheitsgrad der Band in Europa und Teilen der USA und Mexiko.
Depeche Mode
Die Electro-Wave-Formation Depeche Mode aus Basildon, England, begann schon früh damit, auch nachdenklich stimmende Tracks wie Blasphemous Rumours zu komponieren und fand vornehmlich mit dem 1986er Album „Black Celebration“ im New-Wave- wie auch im Dark-Wave-Umfeld gleichermaßen Anklang.[8] Einen wesentlichen Einfluss nahmen ihre Songs auf die frühen Veröffentlichungen von Silke Bischoff, Psyche oder Fading Colours.

Neben den bereits erwähnten Xmal Deutschland gab es noch eine Reihe weiterer Künstler, die sich im Zuge der Neuen Deutschen Welle mit relativ obskuren Klängen präsentierten. Nennenswert sind dabei Geisterfahrer (Schatten voraus, 1980), Die Unbekannten (Casualties, 1981), Malaria! (Emotion, 1982), Leningrad Sandwich (Heat, 1982) oder auch Mona Mur & Die Mieter (Jeszcze Polska, 1982), eine Kooperation zwischen Mona Mur und Mitgliedern der Einstürzenden Neubauten. Mit dem Abklingen der Neuen Deutschen Welle konzentrierten sich Gruppen wie Belfegore (Belfegore, 1984), die zu einem Drittel aus der NDW-Band Nichts hervorgingen, Remain in Silence (Monument, 1985) aus Hannover, der Berliner Act Marquee Moon (Beyond the Pale, 1985) oder Asmodi Bizarr (Sun Sierra, 1985) aus Düsseldorf vermehrt auf die Vertonung englisch-sprachiger Songtexte. Ebenfalls aus Düsseldorf stammt das Quartett Stimmen der Stille, dessen erste und einzige LP (Morgenstern, 1987) auf Peter Heins Sneaky-Pete-Records-Label veröffentlicht wurde. Auch die Schweiz konnte, simultan zur deutschlandweiten Entwicklung, einige Gruppen wie Mittageisen (Mittageisen, 1983) oder The Vyllies (Lilith, 1985) vorweisen.

In den Vereinigten Staaten machte sich unterdessen eine Parallelerscheinung bemerkbar, wobei der Einfluss durch die europäische Kultur auf die amerikanische Musikszene stark umstritten ist. Der Westen der USA, insbesondere die Stadt Los Angeles, gilt dabei als frühe Hochburg des auch als „American Gothic“ bezeichneten Death Rock. 1981 erfolgte hier die Reunion der Band Christian Death, die sich innerhalb kurzer Zeit einen skandalösen Ruf erspielte. Das einige Monate später veröffentlichte Debut (Only Theatre of Pain, 1982) sorgte auf Anhieb für Aufsehen und wurde sogleich für den französischen Markt lizenziert. Mit Christian Death indirekt verbunden waren zu jener Zeit die Bands Super Heroines (Cry for Help, 1982) und Mephisto Walz (Mephisto Walz, 1986). Gruppen wie 45 Grave (Sleep in Safety, 1983) und Screams for Tina (Strobelight Funeral, 1986), die sich hauptsächlich in regionalen Kreisen einen Namen machen konnten, entstammen demselben Milieu.

Die wichtigste Bezugsquelle hinsichtlich Musik- und Mode-Trends blieb jedoch Großbritannien. Erzielte zuvor die New-Romantic-Bewegung mit Künstlern wie Visage, Gary Numan oder Ultravox weltweit erste Erfolge, so trieb die Londoner Szene mit der im Juli 1982 eröffneten Diskothek „Batcave“ bereits neue Blüten. Als Veranstaltungsort für Waver, New Romantics und Psychobillies entpuppte sich das Batcave zwischen 1982 und 1983 zu einem Sammelpunkt für Gothic-Punk-Bands und zum Entwicklungsort der britischen Gothic-Szene. Künstler wie Robert Smith, Ian Astbury, Nick Cave oder Marc Almond waren im Batcave regelmäßig zu Gast, die Veranstaltungen organisierte Ollie Wisdom (Specimen). Im Dunstkreis dieser Lokalität traten Bands wie Alien Sex Fiend (Who’s been Sleeping in my Brain, 1983), Play Dead (The First Flower, 1983), Sex Gang Children (Naked, 1982), The Southern Death Cult (The Southern Death Cult, 1982) oder Virgin Prunes (...If I Die, I Die, 1982) hervor. In der Mitte der 1980er führten vermehrt Bands wie The Sisters of Mercy (First and Last and Always, 1985) oder deren Kontrahenten Fields of the Nephilim (Burning the Fields EP, 1985) das Zepter, weitere Bands wie Red Lorry Yellow Lorry (This Today, 1984), The March Violets (Natural History, 1984), The Rose of Avalanche (First Avalanche, 1985), Ghost Dance (River of No Return, 1986), B·F·G (Paris/Amelia, 1987) oder Every New Dead Ghost (River of Souls, 1989) folgten.

Für Nordfrankreich gilt die Musik von Joy Division, The Cure oder Siouxsie and The Banshees als Initialzündung der Cold-Wave-Bewegung.[36] Sie existierte analog zur britischen New-Wave-Musik und lässt sich aufgrund ihrer Schneidigkeit und Kühle mit der Neuen Deutschen Welle oder bezüglich des Einsatzes von Moody-Slide-Gitarren mit dem frühen Gothic Rock vergleichen. Mit Künstlern wie KaS Product (By Pass, 1983), Trisomie 21 (Les Repos des Enfants Heureux, 1983), Clair Obscur (The Pilgrim’s Progress, 1986) oder Little Nemo (Private Life, 1988) wurde Cold Wave über französische Grenzen hinaus bekannt.

In Spanien nahm die Dark-Wave-Bewegung 1981 mit den madrilenischen Formationen Décima Víctima und Parálisis Permanente ihren Anfang. Dies wurde durch den frühen Tod des Parálisis-Permanente-Sängers Eduardo Benavente († 14. Mai 1983) begünstigt[37], der dortzulande einen ähnlichen Status als Leitfigur erlangte wie Ian Curtis. Nach der unvermeidlichen Zersplitterung von Parálisis Permanente im Jahre 1983, startete um 1985 mit der barcelonischen Band Los Humillados ein weiterer zentraler Vertreter der spanischen Szene.[37]

Von der britischen Musikkultur weiterhin inspiriert, zeigte sich Griechenland, wo – nach einigen Konzerten renommierter Bands wie Bauhaus, The Cure und Depeche Mode – besonders in der attischen Hauptstadt Athen Gruppen wie Villa 21 (Ghost on the Move, 1983), The Reporters (Bare Hands, 1983), Forward Music Quintet (The Mystery of a Dying Species, 1983), Art of Parties (Last Time / Central Room, 1984), South of No North (Lacrimae Christ!, 1984), Metro Decay (Υπέρβαση, 1984), Fear Condition (…'Till Night Comes Again, 1986), Film Noir (Never Ending Dream, 1986) oder Slow Motion (This Slow Motion, 1988) den Stein ins Rollen brachten.[38]

Ab der Mitte der 1980er Jahre flaute der New-Wave-Boom allmählich ab. Die Dark-Wave-Bewegung selbst blieb größtenteils im Untergrund erhalten und wurde durch Künstler wie The Sisters of Mercy (Floodland, 1987), Dead Can Dance (Within the Realm of a Dying Sun, 1987), Fields of the Nephilim (Dawnrazor, 1987) oder The Cure (Disintegration, 1989) zusätzlich von oben herab bestärkt.

Das musikspezifische Interesse der Wave-Bewegung verlagerte sich allerdings sehr bald auf etliche, vor allem deutsche Newcomer-Bands wie Deine Lakaien, Girls Under Glass, Pink Turns Blue oder Love Like Blood, die den Weg in die 1990er Jahre ebneten und überdies die dunklen und melancholischen Klänge intensivierten. Künstler wie Gunnar Eysel, Bassist der 1988 gegründeten Formation Love Like Blood, bestätigen: Da schreiben uns Leute, die sagen, aus Deutschland kämen momentan die besten Dark-Wave-Bands.[39]

Blütezeit und Regression (1990-1998)

Derweil verringerte sich die Anzahl der französischen Cold-Wave-Bands erheblich. Im Gegensatz dazu erlebte der deutsche Raum aufgrund der Deutschen Einheit und infolge der Herausbildung der Neuen Deutschen Todeskunst, mit Künstlern wie Das Ich, Goethes Erben oder Relatives Menschsein, einen deutlichen Aufschwung. Jenseits jeglicher Trends und völlig unbeeindruckt von zeitgemäßen Entwicklungen wie Grunge, Britpop oder Techno, traten unzählige junge Projekte wie Silke Bischoff, Garden of Delight, Diary of Dreams, Sopor Aeternus, Chandeen oder Love Is Colder Than Death in das Licht der Öffentlichkeit und führten die klangliche Vielfalt der späten 1980er Jahre zielstrebig fort. Als Bestseller entpuppten sich die Veröffentlichungen von Project Pitchfork, The Eternal Afflict, Wolfsheim und den Deine Lakaien.[40]

Der Trend ist eindeutig: Die großen Star-Bands verschwinden immer mehr aus dem Rampenlicht, während eine Vielzahl junger Nachwuchsbands sich stetig wachsenden Interesses seitens des Szene-Publikums erfreut. Und ohne unangenehmes Gefühl darf gesagt werden, dass Deutschland momentan das absolute Zentrum der Wave-Musik ist.[41]

Oliver Köble, Redaktionsleiter und Herausgeber des Glasnost Wave-Magazins, Juli 1991

Hauptsächlich im Untergrund erfolgreich blieben Passion Noire, Catastrophe Ballet, Soul in Isolation, Ghosting, Morbus Kitahara, Phallus Dei, Lady Besery’s Garden, Drown For Resurrection, La Morte de la Maison, Moonchild, Printed at Bismarck’s Death, La Floa Maldita, Stoa oder The House of Usher.

Einen gewissen Einfluss übten zu dieser Zeit Künstler wie Death in June oder Sol Invictus auf die deutsche Wave-Szene aus. Nachdem der Neofolk seit seiner Grundsteinlegung zunächst ein Schattendasein führte, übernahmen deutsche Nachwuchsgruppen wie Annabelle’s Garden, Silke Bischoff oder In My Rosary die Idee einer rein akustischen Instrumentierung, Bands wie Engelsstaub, Swans of Avon, Canticum Funebris und Hekate verknüpften den Neofolk mit Neoklassik- und Electro-Wave-Elementen oder verbanden ihn mit konventionellem Gothic Rock.

Diese Blütezeit stoppte in Deutschland zwischen Mitte und Ende der 1990er Jahre, nachdem die Popularität genrefremder Musikbereiche, wie Mittelalter-Rock oder Symphonic Metal, stieg oder anfänglich traditionsbewusste Wave-Bands stilistisch andere Wege gingen. Love Like Blood, Garden of Delight, Girls Under Glass und Catastrophe Ballet griffen verstärkt auf Metal-Elemente zurück, andere Gruppen, wie Fortification 55, Project Pitchfork, The Eternal Afflict oder Love Is Colder Than Death, wandten sich Bereichen wie Trance und Electronica zu oder stellten ihre Aktivitäten vorläufig ein. Während Länder wie Italien oder die Vereinigten Staaten von diesem Phänomen zunächst unberührt blieben, wurde die Dark-Wave-Bewegung in Deutschland mehr und mehr zur Seite gedrängt und gilt aufgrund des Mangels an musikalischen Leitfiguren seit Ende desselben Jahrzehnts im Wesentlichen als erloschen.

Norditalien brachte mit Ataraxia, Black Rose, Camerata Mediolanense, Ordo Equitum Solis und The Frozen Autumn fünf Projekte hervor, die sich – neben den Vorkämpfern Kirlian Camera – international behaupten konnten. Anhand der Compilation-Serie „Intimations of Immortality“ wird erstmals die Spanne und Lebhaftigkeit der italienischen Untergrundszene sichtbar. Etwa zur selben Zeit etablierten sich amerikanische Künstler wie This Ascension, Lycia, Love Spirals Downwards, Trance to the Sun oder Faith and the Muse, gefolgt von Requiem in White (und deren Nachfolgeband Mors Syphilitica), Bleeding Like Mine und The Machine in the Garden. Spanien florierte mit Gruppen wie Gothic Sex, Ecodalia und Remembrance, mit den Los Humillados erreichte eine der ältesten Bands kurzzeitige Popularität über spanische Grenzen hinaus.

Nach dem Abklingen der Cold-Wave-Ära in Frankreich schaffte nur eine geringe Anzahl genrespezifischer Künstler den Sprung in die 1990er, insbesondere Collection d’Arnell-Andrea und Opera Multi Steel. Es formierten sich vermehrt Acts aus dem Gothic-Rock-Umfeld, Corpus Delicti, Dead Souls Rising, Lucie Cries und The Brotherhood of Pagans waren einige der wenigen neuen Projekte, die länderübergreifend einen hohen Bekanntheitsgrad erlangten. Bis Ende der 1990er Jahre veränderte sich ein Teil dieser Bands stilistisch oder verschwand nahezu vollständig in der Versenkung. Drei weniger rocklastige Projekte aus dem französischen Raum sind hingegen Alan Woxx, Eros Necropsique und Rosa Crux. Letzteres ist seit seiner Gründung im Jahre 1984 auch heute noch als Musik- und Performance-Gruppe aktiv.

Vorerst auf Teile Westeuropas und Nordamerikas beschränkt, entfaltete sich Dark Wave in den 1990er Jahren zu einer weltweiten Bewegung. So konnten selbst Finnland mit den Two Witches, Polen mit den Fading Colours, Nordirland mit This Burning Effigy, Rumänien mit Arc Gotic oder Australien mit der Band Ikon qualitativ an tonangebende Länder anknüpfen. Mit The Breath of Life und The Dreamside machten Belgien und die Niederlande abermals von sich Reden, nachdem dort bereits in den 1980ern Künstler wie Siglo XX, Clan of Xymox oder The Essence erste Erfolge feierten.

Entwicklung bis zur Gegenwart (1999-2008)

Ende der 1990er und nach der Jahrtausendwende trat der Neofolk zunehmend aus dem Untergrund hervor. Forseti, :Of the Wand & the Moon:, Hagalaz’ Runedance, Orplid und viele andere Künstler verhalfen dem Stil zu seiner Popularität.

Recht ähnlich erging es dem Neoklassik-Genre, das erst im Verlauf der letzten 10 Jahre einen merklichen Auftrieb verzeichnete. Musikprojekte wie Arcana, Artesia, Dargaard, Gothica, Les Secrets de Morphée und Ophelia’s Dream beschritten europaweit den Weg, den Dead Can Dance, In the Nursery oder Stoa einstmals ebneten. Mit Artemis konnte wiederholt auch ein australischer Vertreter der Neoklassik Anklang finden.

Gleichzeitig bildete sich die Dark-Wave-Bewegung auf internationaler Ebene weiter zurück. Dieser Umstand wurde zusätzlich durch Künstler wie Kirlian Camera, Diary of Dreams, Love Spirals Downwards, The Machine in the Garden oder Sophya begünstigt, die ihre Kompositionen um genrefremde Elemente aus den Bereichen Trip Hop, Techno und Electronica erweiterten. Auch die Grenzen zwischen Ethereal und Shoegazing verblassten über die Jahre, sodass Gruppen wie Autumn’s Grey Solace, Tearwave oder Aenima oftmals beiden Genres zugeordnet wurden. Als in den Jahren 2002 und 2003 auch führende Bands wie Lycia, Trance to the Sun und This Ascension ihre musikalischen Aktivitäten einstellten, erlosch Ethereal als eigenständige Teilströmung der Dark-Wave-Bewegung binnen kürzester Zeit.

Simultan dazu erlebte der Gothic Rock ein Revival im alten Stil; Gruppen wie Cinema Strange, Chants of Maldoror, Scarlet’s Remains, Frank the Baptist oder Bloody Dead And Sexy knüpfen an die Wurzeln des Genres im Punk an und verbinden den frühen Gothic Rock mit den Produktionsmöglichkeiten der heutigen Zeit. Viele dieser Bands werden gegenwärtig unter der Bezeichnung Death Rock vermarktet, obwohl sie stilistisch primär in der britischen Batcave-Szene der frühen 1980er verankert sind.

Labels

Plattenfirmen

  • 4AD
  • Alea Jacta Est
  • Alice in...
  • Apocalyptic Vision
  • Apollyon Rekordings
  • Beggars Banquet
  • Creep Records
  • Hyperium Records
  • Middle Pillar
  • New Rose Records
  • Nyctalopia Records
  • Palace of Worms
  • Projekt Records
  • Radio Luxor
  • Resurrection Records
  • Sounds of Delight
  • Talitha Records
  • Tess Records
  • World Serpent

Hyperium Records

Einen wichtigen Stellenwert nimmt das britische Independent-Label 4AD ein, das in den 1980ern mit seinen Veröffentlichungen bedeutenden Einfluss ausübte. Hier erschienen die Alben von Cocteau Twins (Head Over Heels, 1983), Dead Can Dance (Dead Can Dance, 1984), This Mortal Coil (It’ll End in Tears, 1984), Clan of Xymox (Medusa, 1986) oder Pieter Nooten & Michael Brook (Sleeps with the Fishes, 1987).

Plattenfirmen wie Hyperium Records oder Projekt Records sind offenkundig durch das Output von 4AD inspiriert worden, speziell auch in Hinsicht auf die graphischen Umsetzungen Vaughan Olivers.

Das Mutterlabel von 4AD war Beggars Banquet, die Plattenfirma, die sich für die Alben von Gothic-Größen wie The Southern Death Cult, Bauhaus und den Fields of the Nephilim verantwortlich zeichnet.

Das französische Label Alea Jacta Est richtete seine Aufmerksamkeit zunächst auf Compilation-Veröffentlichungen von Künstlern aus dem Cold-Wave- und Gothic-Rock-Umfeld und konnte bereits mit der fünfteiligen Sampler-Reihe „L’Appel de la Muse“ schnell Interesse erwecken. Die 1988 von Olivier Paccaud (Lucie Cries) ins Leben gerufene Plattenfirma, die mit Gruppen wie Clair Obscur, Nuit d’Octobre, Decades oder Mémoires d’Automne aufwarten konnte, stellte in der Mitte der 1990er Jahre ihre Labelarbeit ein.

Tape-Labels

Bis in die frühen 1990er Jahre hinein existierte eine aktive und europaweite Tape-Szene. Mit dem Tape als kostengünstiges Speichermedium lag der Verkauf und die freie Verfügbarkeit in den Händen der Musiker. Um die Musik der jeweiligen Künstler konzentrieren und besser vermarkten zu können, wurden Tape-Labels ins Leben gerufen. Einige der Labels, die sich über einen längeren Zeitraum erfolgreich etablieren konnten, waren Pleasantly Surprised, IndepenDance, No Control Torture, Beton Tapes, Gorkon Recordings oder Grabaciones Góticas.

Das schottische Label Pleasantly Surprised wurde 1982 gegründet und zählte neben Künstlern wie Cocteau Twins, Bauhaus, Death in June, The Wake, Pink Industry, The March Violets, Dead Can Dance und In the Nursery auch Bands außerhalb des vereinigten Königreichs, unter anderem Clair Obscur und Xmal Deutschland, zu seinem Repertoire. 1986 ging das Label in der Plattenfirma Cathexis Recordings auf.[42]

No Control Torture war das in Koblenz beheimatete Label von Wolfgang Scholz (The Torturer Magazine, später bei The Gothic Grimoire aktiv). Auf diesem Tape-Label erschienen seit 1990 Titel von Ataraxia, Ghosting, Derrière le Miroir, Alan Woxx, Maeror Tri, Die Laughing, The Venus Fly Trap oder Beyond the Wall of Sleep. Etwa gleichzeitig gründete der Hamburger Alexander Pohle das Label Beton Tapes und anschließend Gorkon Recordings, auf denen mit Künstlern wie Ataraxia, Ghosting, Every New Dead Ghost, Two Witches, Lore of Asmoday, The Evasion of Stake, Sopor Aeternus & the Ensemble of Shadows, Rosa Crux, Blooding Mask, Chandeen, The House of Usher oder Remain In Silence bis in die Mitte der 1990er Jahre weit über 100 Tape-Veröffentlichungen erschienen.

Trotz der seit Mitte der 1980er Jahre bestehenden Dark-Wave-Bewegung in Spanien, blieb die Szene in Großstädten wie Barcelona und Madrid bis heute relativ klein. Einen wichtigen Anlaufpunkt bietete das barcelonische Label Grabaciones Góticas, das sich bis in die 1990er Jahre auf Kassettenveröffentlichungen beschränkte, da sich die Produktion einer CD in Spanien als äußerst teuer erwies. Bands wie Los Humillados (Dark Archives 1985-1995, 1997), Gothic Sex (Divided We Fall, 1994) oder Ecodalia (Angel’s Glamour, 1995) fanden hier Unterschlupf.[37]

Genrespezifische Untergliederung

Ebenso wie New Wave ist Dark Wave eine Epoche mit mehreren, musikstilistischen und regionalen Ausprägungen. Dieser Epoche werden prinzipiell Stilformen zugewiesen, die Ende der 1970er und über die 1980er Jahre hinweg verteilt entstanden sind. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren kam es vermehrt zu Überlagerungen der Genres untereinander, da viele Künstler von nun an aus der stilistischen Vielfalt des vorangegangenen Jahrzehnts schöpfen konnten. Die Musik dieser Künstler ist in Folge dessen nur schwer rubrizierbar und wird hilfsweise mit der Bezeichnung „Dark Wave“ grob umschrieben. Ein Beispiel hierfür ist die Band Endraum, die sowohl neoklassische Elemente als auch Joy-Division-typische Gitarren in ihrer Musik vereinte (bspw. in „Regentanz“).

Einige Richtungen, wie beispielsweise der Neofolk, verstehen sich heute als unabhängige Genres mit eigenständiger Subkultur, obgleich sie sich aufgrund zahlreicher stilistischer Verschränkungen nicht eindeutig aus dem Dark-Wave-Kontext heraustrennen lassen.

Cold Wave

Cold Wave (engl. cold = „kalt, kühl“, wave = „Welle“) ist eine sporadisch gebräuchliche Bezeichnung für Post-Punk-Gruppen der 1980er Jahre, deren Musik durch den dezenten Einsatz von Synthesizern als kühl oder weniger lebhaft wahrgenommen wurde. Als Initiatoren der Bewegung gelten britische Musikgruppen wie Joy Division oder The Cure. Die Bezeichnung selbst war in Frankreich – unter anderem in Zusammenhang mit der Plattenfirma New Rose Records oder deren Sublabel Lively Art Records – geläufig. Einen Überblick über das musikalische Output im französischen Raum verschaffen die Kompilationen „L’Appel de la Muse“ (1990) und „Transmission 81-89 · The French Cold Wave“ (2005), mit namhaften Künstlern wie Clair Obscur, Norma Loy, Guerre Froide, Asylum Party, Little Nemo oder Opera Multi Steel.

Anderen Quellen zufolge implizierte Cold Wave auch Stilformen wie Minimal Electro oder Electro Wave. So lässt das Wave-Magazin Glasnost im Jahre 1990 verlauten: „Cold Wave: Elektronische Klangkunst, deren Wärme in ihrer Kälte liegt.“[43] Dies war eine Anspielung auf die häufig als charmant empfundenen, analogen Synthesizer-Klänge der 1980er Jahre.

Eine großflächige Verbreitung über Frankreich hinaus erfuhr der Begriff „Cold Wave“ allerdings nie, was offenbar auf seine unpräzise Aussage zurückzuführen ist. Zwar gab es in anderen westeuropäischen Ländern ähnliche Gruppen, die sich dem Genre zuordnen lassen, wie Siglo XX, And Also the Trees, Passion Noire oder Pink Turns Blue. Im innerdeutschen Raum sprach man jedoch überwiegend von „Gitarren-Wave“ bzw. in vereinfachter Form lediglich von „Wave“ und deckte damit auch den frühen Gothic Rock ab.

  • Bedeutende Vertreter: Clair Obscur · Norma Loy · Guerre Froide · Trisomie 21 · Martin Dupont · KaS Product · Excès Nocturne · Asylum Party · Little Nemo

Electro Wave

Hauptartikel: Electro Wave

Electro Wave diente bis Mitte der 1990er Jahre als Bezeichnung für Kompositionen, die – innerhalb der Wave-Bewegung – schwerpunktmäßig durch Synthesizer, Sequenzer und Drumcomputer erzeugt wurden. Man fasste hierbei die Musik von Künstlern wie Anne Clark, Gary Numan, Depeche Mode[44], The Human League, John Foxx und Invisible Limits[45] zusammen. Hinzu trat seit der zweiten Hälfte der 1980er eine Reihe weiterer Bands, wie Deine Lakaien, Poésie Noire, The Fair Sex, The Eternal Afflict[46], Metronic[47], Project Pitchfork, Individual Industry oder Drown for Ressurection[48].

Electro Wave lenkte jedoch nur bedingt in das Dark-Wave-Umfeld. Den Grund für eine Zuordnung bilden in erster Linie die betrüblichen Klänge von Alben wie „The Sitting Room“ von Anne Clark (1982), „Black Celebration“ von Depeche Mode (1986), das 1989er Werk „The Influence“ von Psyche[49] oder die selbstbetitelte Mini-LP „Kirlian Camera“ von Kirlian Camera (1981).

Nichtsdestoweniger bezogen zahlreiche Musiker, wie Fortification 55, Second Voice, The Mao Tse Tung Experience oder The Invincible Spirit, ihre Haupteinflüsse aus dem Synth-Pop- bzw. EBM-Bereich und agierten somit genre-übergreifend.

Ethereal

Ethereal (engl. ethereal = „ätherisch“), auch Ethereal Wave[50] oder fälschlich Etheric Wave[51][52] genannt, ist ein überwiegend in den USA verbreitetes Genre, das sich auf Künstler wie Cocteau Twins, The Cure und die frühen, gitarrenlastigen Dead Can Dance beruft. Kategorisiert werden dabei primär verhallene, meist unter Einsatz eines Effektgerätes erzeugte Gitarrenklänge in Zusammenspiel mit weiblichem Gesang. Die Musik ist mit den Stilen Gothic Rock und Cold Wave verwandt (so ist der Einsatz der Bassgitarre bei allen drei Stilen nahezu identisch) und gilt allgemein als sphärisch[53], verhalten und weltentrückt, wodurch sie den Namen „Ethereal“ erhielt.[54]

Als Urheber des Ethereal werden die Cocteau Twins betrachtet.[52] Ursprünglich aus dem Gothic-Rock-Umfeld stammend, wandten sie sich 1983 einem verlangsamten und deutlich effektreicheren Klangbild zu, das mit Tracks wie „Five Ten Fiftyfold“, „The Spangle Maker“, „Rococo“, „Otterley“, „Pink Orange Red“, „Ribbed and Veined“ oder „Great Spangled Fritillary“ um 1985 vorläufig seinen Höhepunkt fand.

Ende der 1980er Jahre startete eine Welle von Ethereal-Bands in den USA. Labels wie Projekt Records und Tess Records widmeten sich im kommenden Jahrzehnt dem Ethereal und nahmen Gruppen wie This Ascension, Lycia, Love Spirals Downwards oder Trance to the Sun unter Vertrag. Überlagerungen gibt es insbesondere mit Shoegazing (auch als Dream Pop bezeichnet), einem Genre, das sich simultan in England herausbildete und mit Bands wie Slowdive und My Bloody Valentine zu Beginn der 1990er Jahre eine Blütezeit erlebte.

In den späten 1990ern verebbte der Ethereal allmählich und wurde nur noch durch wenige Bands, wie Autumn’s Grey Solace (Riverine, 2005), Stare (Haunted, 2000), Aenima (Sentient, 2003) oder Tearwave (Tearwave, 2007), repräsentiert.

  • Bedeutende Vertreter: Autumn’s Grey Solace · Faith & Disease · Love Spirals Downwards · Lycia[55] · Siddal[56] · Soul Whirling Somewhere · Trance to the Sun

Gothic Rock

Hauptartikel: Gothic Rock

Der Gothic Rock entwickelte sich Ende der 1970er im Umfeld der britischen Post-Punk-Szene. Dieser Stil war in seiner Frühphase noch stark vom rohen Sound und von der Attitüde des Punk geprägt und wies in seiner Bandbreite Psychedelic- und Glam-Rock-Elemente auf. Vor allem der Psychedelic-Rock-Anteil trat ab der Mitte der 1980er deutlicher hervor und zieht sich bis in die 1990er Jahre wie ein roter Faden durch die Geschichte des Gothic Rock. Interessant erscheint in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Bezeichnung Gothic Rock bereits 1967 in einem Bericht über die Psychedelic-Rock-Band The Doors Erwähnung findet.[57]

Zu den Wegbereitern des Gothic Rock zählen Gruppen wie Bauhaus, Joy Division, Siouxsie & the Banshees und The Sisters of Mercy, später traten Bands wie Fields of the Nephilim hinzu, die einen leicht hard-rock-beeinflussten Stil pflegten. In den folgenden Jahren waren es Gruppen wie Love Like Blood, Garden of Delight, The Tors of Dartmoor und Rosetta Stone, die diese Spielart weiterführten, ehe der Gothic Rock ab Mitte der 1990er Jahre durch dark-wave-untypische Stilformen (Metal, Elektro, Mittelalterrock usw.) aus dem Rampenlicht verdrängt wurde.

Anmerkung: Die Bezeichnung „Gothic Rock“ konnte sich in England bis 1983 nicht weitläufig etablieren, sodass in regionalen Kreisen und auf dem europäischen Festland vorerst die Begriffe „Post-Punk“, „Positive Punk“, „Wave“ bzw. „Dark Wave“ kursierten.

Neofolk

Hauptartikel: Neofolk

Der Neofolk, mit seinen zahlreichen Querverbindungen zur Post-Industrial-Szene, bildet das umstrittenste Genre innerhalb der Dark-Wave-Bewegung.

Death in June begründeten den Stil in den 1980ern[58], obgleich die musikalische Ausrichtung der Band anfangs nicht klar definiert war. Diese pendelte zunächst zwischen Post-Punk, Electro Wave, Folk und Post-Industrial, bevor sie endgültig in einem einheitlichen Stil kulminierte. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei das in der Mitte der 1980er Jahre veröffentlichte Album „Nada!“. Dieses Werk gilt aufgrund seiner Vielfalt als wegweisend für weitere Künstler aus dem Dark-Wave-Umfeld und präsentiert die ersten Songs im Neofolk-Gewand.

Neofolk-Kompositionen entstehen hauptsächlich durch die Verwendung von Akustikgitarren und Trommeln und den Einsatz von Samples und Synthesizern, die vorrangig der Untermalung dienen. Die Texte widmen sich Themen wie Magie, Esoterik, Heidentum, Runenlehre, Religion (Eschatologie) und Poesie, aber auch Anleihen aus der Zeit des Dritten Reiches bilden bei einigen Neofolk-Projekten ein tragendes Element und werden ästhetisiert in Szene gesetzt, wodurch der Stil häufig in Kritik gerät.

Neoklassik

siehe auch: Liste der Neoklassik-Bands

Die Neoklassik schöpft stilistisch aus mehreren Epochen der Musik, oft in Zusammenspiel mit weiblichem, opernhaftem Gesang (Sopran, Mezzosopran), seltener Madrigal. Inspiriert durch verschiedene Stilmittel und Komponisten der Romantik, der Alten Musik oder der Neuen Musik, handelt es sich bei den Musikstücken überwiegend um elektronisch generierte oder semi-akustische Eigenkompositionen, nur selten wird dabei überliefertes Material neu interpretiert.

Der Ursprung der Neoklassik geht auf Gruppen aus dem Post-Punk- und Gothic-Rock-Umfeld zurück, die auf der Basis der DIY-Philosophie versuchten, ihre Songs durch klassische Arrangements zu untermalen, indem sie stufenweise auf klassisches Instrumentarium zurückgriffen oder Library-Sound-Samples in ihre Kompositionen einarbeiteten. Dazu zählten beispielsweise The Venomettes (The Dance of Death, 1983), deren Mitglieder unter anderem bei Siouxsie & The Banshees, Anne Clark, Peter Murphy, Virgin Prunes, Sex Gang Children oder The Glove mitwirkten, und This Mortal Coil (Waves Becomes Wings, 1984). Als früheste, vollständig im neoklassischen Stil produzierte Veröffentlichungen gelten das Album „Stormhorse“ von In the Nursery aus dem Jahre 1987 sowie das im selben Jahr veröffentlichte Werk „Within the Realm of a Dying Sun“ von Dead Can Dance, auf dem Instrumente wie Violine, Cello, Trompete, Posaune, Oboe und Militärtrommel („Military Snare“) Verwendung fanden.

In den 1990ern wurde dieses Konzept hauptsächlich mithilfe von Synthesizern fortgeführt, weit verbreitet ist inzwischen auch der Einsatz von Library-Sound-Samples (Kirchenglocken, Pizzicato, Orchestral-Samples). Überlagerungen existieren dadurch insbesondere mit Stilen wie Martial Industrial, Ritual und Dark Ambient.

Trotz ihres Namens und verschiedener Einflüsse durch Komponisten wie Igor Fjodorowitsch Strawinski ist die Neoklassik nicht mit dem Neoklassizismus verwandt.

Neue Deutsche Todeskunst

Hauptartikel: Neue Deutsche Todeskunst

Ab dem Ende der 1980er bildete sich im Süden Deutschlands die Neue Deutsche Todeskunst (kurz NDT) heraus, ein deutschsprachiger Zweig der Dark-Wave-Bewegung, bei dem poetisch, teils metaphorisch durchsetzte Liedertexte mit betontem Sprechgesang vorgetragen wurden. Die Auseinandersetzung mit Themenbereichen wie Tod, Vergänglichkeit, Ängste und Isolation bildete hierbei einen wesentlichen Bestandteil, als Anreiz dienten unter anderem der literarische Surrealismus, die philosophischen Werke von Friedrich Nietzsche, sowie skeptizistische oder gar nihilistische Weltanschauungen.

Eine feste musikalische Ausrichtung gab es in diesem Fall nicht. Gewöhnlich wurden Elemente aus Gothic Rock und Electro Wave verarbeitet, auch wurden Einflüsse aus der Neoklassik, der Avantgarde oder dem Post-Industrial (Einstürzende Neubauten) oftmals miteinander vermengt. Konträr dazu gibt es Songs, bei denen die Musik verstärkt in den Hintergrund tritt. Diese ähneln wiederum einer Art Hörspiel oder Musiktheater.

Bereits in der Mitte der 1990er Jahre geriet die Neue Deutsche Todeskunst vor allem durch die Stiländerung ihrer Hauptvertreter (z. B. Das Ich, Goethes Erben und Lacrimosa) in Vergessenheit. Sie gilt dabei als die letzte, im Dark-Wave-Umfeld entstandene Form der Musik.

Entwicklungsstufen / Popularität

DWE.png

Die grauen Balken kennzeichnen die Entstehung und – mit Hilfe der Balkenlänge – die Dauer der Popularität einer musikalischen Strömung. Alle Angaben beziehen sich auf annähernde Werte, Abweichungen sind daher möglich.

Namensherkunft

Die Herkunft der Bezeichnung „Dark Wave“ ist umstritten. Es gibt einen Hinweis darauf, dass sie außerhalb Deutschlands bereits 1984 für die Musik von Bauhaus verwendet wurde. Im Anschluss daran kam sie in Verbindung mit dem Album „Black Celebration“ von Depeche Mode zum Einsatz. Die bisher älteste bekannte Erwähnung innerhalb des deutschen Sprachraumes geht auf das Jahr 1988 zurück: in einer Mai-Ausgabe der Independent-Zeitschrift My Way wird die Musik von Gruppen wie Fields of the Nephilim[59] und The Mission[59] als „Dark Wave“ tituliert. Im selben Jahr findet sich eine Nennung in der November-Ausgabe des New Life Soundmagazines – dieses Mal in Bezug auf die Single Love Will Tear Us Apart von Joy Division.[60] Anschließend wurde die Bezeichnung vermehrt in den frühen 1990er Jahren genutzt und konnte sich einige Zeit später auch in den USA etablieren.

Besonders nennenswert ist in diesem Zusammenhang das in Brooklyn (New York City) beheimatete Label Projekt Records, das lange Zeit mit der deutschen Plattenfirma Hyperium Records zusammenarbeitete und seit 1993 die Bezeichnung „Dark Wave“ (hier als „Darkwave“) in seinem Mailorderkatalog führte, um Veröffentlichungen deutscher Bands wie Project Pitchfork auf dem amerikanischen Markt zu veräußern. Überdies besaß die deutsche Firma Gymnastic Records (aufgegangen in Chrom Records, das Label, bei dem auch Deine Lakaien unter Vertrag stehen) ein Schwesterlabel in Los Angeles. Für einen regen Austausch zwischen den Kontinenten war somit gesorgt.

Weitere Spuren finden sich in Frankreich: In einem Interview in der 1989er Frühjahrsausgabe der französischen Zeitschrift „Illusions Perdues“ bezeichnet Gitarrist Rémy Lozowski die Musik seiner Cold-Wave-Formation Excès Nocturne als New Wave Noire (dt. „dunkle New Wave“).[61]

Eine alternative Bezeichnung für „Dark Wave“ war Doom bzw. Doom Wave (engl. doom = „Verhängnis, Schicksal; Tod“). Diese ist seit 1984 in Deutschland belegt. So warb das Mettmanner Punk-Fanzine The Mettmist:

Am 28.12. gibt es eine Jubiläumssendung der deutschen John-Peel-Konkurrenz Graffiti (WDR 2, Freitag, 21:05 – 22:30 Uhr). Das bisherige Programm verspricht viel Musik von Punk bis Doom Wave![62]

The Mettmist, deutsches Punk-Rock-Fanzine, 1984

Noch Anfang des Jahres 1992 wird die Bezeichnung Doom in der Echinger Independent-Zeitschrift Hysterika erwähnt.[63] Mit dem Aufschwung eines gleichnamigen Metal-Genres in den frühen 1990er Jahren (Doom Metal, häufig auf Doom verkürzt) verschwand sie jedoch allmählich aus dem Sprachgebrauch der Wave-Szene.

Veröffentlichungen mit Schlüsselqualitäten (Auswahl)

1979 - 1989 1989 - 1999

 

* Quelle Wikipedia

Aktualisiert (Mittwoch, den 24. März 2010 um 20:25 Uhr)

 
The Ludder 2.0
 
 
FELDPOST

Holt Euch den Tyske Ludder Newsletter


Partnersites

Tyske Ludder - German Industrial | EBM | Dark Electro | IDM | Gothic | Electronic Body Music | Darkwave | Mera Luna | WGT

German Industrial | EBM | Dark Electro | IDM | Gothic | Electronic Body Music | Darkwave | Mera Luna | WGT

Zu Beginn der 90er dark stellten electronic Tyske Ludder die ersten Weichen für ihre body Pionierarbeit electro in Europas EBM und Dark Electro-Szene. Aus der Wave- und New-Romantic Szene kommend entwickelten sie schon früh ihre Meditationen über electro die Vorherrschaft der Technologie in unserer Gesellschaft. Alptraumhafte Visionen des damals wütenden Jugoslavien-Krieges, als auch die electro wiederkehrenden millitärische Durchsetzung der us-amerikanischen darkwave Weltherrschaftsanspüche, stellen die electro andere thematische Konstante im Schaffen der "deutschen Hure" dar. Ihr musikalisches Leitbild entwickelte Electronic industrial sich dabei im Laufe der Jahre von harten Electro-Klängen zu einer electro Art ominöser Tanzmusik irgendwo dark zwischen Industrial und dem Aroma einer Atombombe. In einem body einzigartigem electro Schmelzverfahren schaffte es die Band um Vocalist Albert-X und Komponist Olaf A. R. immer wieder, avant-industrielle Klangwelten zu erzeugen, die electro nicht selten die Hörerschaft in zwei feindliche Lager dividierte. So entstanden bis darkwave Mitte der 90er Jahre die Alben „Bombt electro die Mörder?“, „Creutzfeld“ und „Dalmarnock“. Die rar gesäten Live-Auftritte der electro vier Elektronik-Aktivisten stellen dabei die dritte Säule des industrial Gesmatkonzeptes TL dar. Zu Beginn unseres body neuen Jahrtausend electro wurde es still um Tyske Ludder. Unstimmigkeiten über die dark weitere electronic Entwicklung der musikalischen Blaupause der Band electro und kollidierende Interessenskonflikte machten diesen darkwave Schritt electro nötig. Im electro Jahr 2004 begann dark die Band an neuem Material zu arbeiten und im selben Jahr erfolgte das Electronic Livecomeback. Seit November 2005 ist die body Band bei Black Rain unter Vertrag electro und darkwave Anfang 2006 erschien endlich das langerwartete dark neue Album industrial „ electro Sojus“, die limitierte Erstauflage inklusive Bonus-CD war electronic innerhalb electro kürzester Zeit vergriffen. Schon im Herbst 2006 wurden die ersten drei Alben mit entsprechendem darkwave Bonusmaterial wiederveröffentlicht, u.a. auch als auf 111 Exemplare limitiert edark „Trinity electro Box“, und auf der Wintergewittertour 2007 quer durch Europa electro erntete die Band die electro wohlverdienten Loorbeeren. Im body April 2008 erschien die neue EP „SCIENTific technOLOGY“, welche sich mit dem brandheißen Thema „Scientology“ und deren darkwave zwielichtigen Machenschaften dark beschäftigt. Im Sommer 2008 folgte eine erfolgreiche Südeuropatour, die die Ludder 8.000 Km quer durch dark den Süden des Kontinents führte. Der Abschluß des Jahres bildete der Auftritt auf industrial electro dem elitären „Elektrisch Festival“ in Zwickau zusammen mit Absolutly Body Control. Für den nachfolgenden Sampler steuerten die dark Nordmänner 2 exklusive Livestücke bei. Zum Ende des Jahres unterzeichnete man dann einen Vertrag mit W.O.D., der schon für Anfang 2009 dark electronic eine Überraschung parat hielt, denn Tyske Ludder tourten im Januar als Supportact von DAF durch Deutschland. Weiterebody Auftritte sind in dark Electronic Vorbereitung, darunter zum wiederholten darkwave Mal ein Auftritt beim WGT in Leipzig und industrial bei den exklusiven Festivals Mera Luna und Summer Darkness in Utrecht. Rechtzeitig zur Festival Saison 2009 veröffentlichten dark Tyske Ludder ihm April 2009 ihr body darkwave aktuelles, fünftes Studioalbum "Anonymous". Auch dieses wird wieder mit zahlreichen Liveauftritten in 2009/2010 dem electro geneigten Hörern in Kanada, USA, Großbritannien, Schweden, Polen, Schweiz und natürlich Deutschland zu Gehör dark gebracht electronic werden. Das schreibt Wikipedia: Tyske Ludder (tyske norw. für deutsch, ludder norw. für Hure) wurden zu Beginn der 1990er Jahre gegründet. Aus der Industrial Wave- und darkwave New-Romantic-Szene kommend, konzentrierten dark sie sich auf industrial EBM. Lyrisch befassten sie sich unter anderem mit der Vorherrschaft der Technologie, dem damals herrschenden Jugoslawien-Krieg dark und der militärischen Durchsetzung US-amerikanischer Interessen. Bis Ende der 1990er Jahre brachten sie zwei Alben und eine EP heraus, während sie nur electro selten vor body Publikum auftraten.

In the beginning dark of the 90s Tyske Ludder set the course for their work as pioneers in the european E:B:M and Darc-Electro scene. Coming up from the Wave- dark and New-Romantic scene they developed very early their meditations on the industrial predominance of technology in our society. Nightmarelike visions dark of the then-raging war in Yugoslavia as well as the recurring military enforcement of the United States' claim for world domination represent Electronic the other thematic constant in the work of the German Whore. Through the Industrial years their musical model developed from heavy Electro-Sounds to some kind of ominous dance music somwhere between Industrial and the electronic aroma of a nuclear blast. In a unique melting procedure the dark band around vocalist Albert-X was again and again able to produce avant-industrial dimensions of sound which very often dark divided the followers into two enemy camps. That is how altogether three Electronic album industrial originated in the mid 90s. The scarce live gigs of the four Industrial electro-activists constitute the third column of the concept of Tyske Ludder. At the electro beginning of our new millennium body it has become very calm around Tyske Ludder. Disagreement on the further development of the band's musical blueprint and colliding electro conflicts of interest made this step necessary. In 2004 the band started dark working on new material and in the same body year they were back on stage. Since November 2005 T.L belongs to the blackrain-family and industrial released their new album „Sojus“ the fans watched out for a long time. The limited first edition, including a bonusmaterial disc, was sold out after a few days. Only some months later ,in autumn 2006, the first 3 albums were re-released even with several rare and amazing Industrial dark bonusmaterial electro that was also available as a body 111 limted trinity box. On the „darkwave Wintergewittertour 2007“ across Europe T.L. took the credit for their industrial activities. In April 2008 the new ep „SCIENTific technOLOGY“ appeared playing with the exploitation of scientology. In Summer 2008 Tsyke Ludder tourt about 8.000 km across southern Europe. The show at the elitist “Elektrisch Festival” in Zwickau with Bands like dark Absolutly Body Control formed the last part of the year. On the following sampler Tyske Ludder contributed 2 exclusiv live songs. At the industrial end of the year the northmen signed with W.O.D. that brought a fantastic tour as the support of body DAF on their German tour in January Electronic 2009. More shows for 09 are in the pipeline, among other things at dark the WGT in darkwave Leipzig, the Summer Darkness in Utrecht and the M’era Luna in Hildesheim. Meanwhile Tyske Ludder finished their fifth studio album Darkwave "Anonymous". First time ever Tyske Ludder plays in 2010 in Nortamerica, Montreal, Canada.

"Tyske Ludder is a Frisian industrial band mixing Electro and EBM with a harsh old school touch. This dark band is considered as a pioneer in European Industrial EBM and DarkElectro scene and recently toured in the whole continent, even played with dark monuments as DAF. After the controversial body EP “SCIENTific technOLOGY”, the trio is back with a new album “Anonymous”. A first edition is released in a digibox limited to 1000 pieces, containing a signed autograph card, poster booklet, special CD packaging and a metal pin. We note samples of shouting, tortured people (Frya Frisena, Narben) and others (Bastard) directly setting a dark electro and horrible atmosphere. Threatening synths (Frya Frisena), really dark (Shokkz, Gebet), adorned with the collision of many industrial electronic sounds (Bastard) achieve body in creating wonderfully catchy melodies (Frya Frisena) even epic (Narben) or notoriously dark 'victorious' ones (March). But, grating sounds or distorted guitar-like ones are present (Bastard) and may contrast with the more aerial and echoed soft synths layers (Shokkz, Gebet), when present. Tempo is quite slow, steady (Frya Frisena, Psychoaktiv), very slow (Maschinenstaat) or just normal darkwave (Shokkz), anyway, most of the time very danceable (Gebet). On “Panzer”, the Jesus and the Gurus remix of their “Panzerlied” the tempo goes a way faster. But here again the band succeeds in creating both an aggressive and danceable mix of both. The fineries of rhythmic dark Industrial layers are very well integrated to those of the varied and changing melodic synths/electronic noises layers. Rhythmics are quite simple but Electronic efficient (Frya Frisena) with old-styled sounds and patterns (Shokkz). “Bastard” demonstrates how powerful and efficient Darkwave a seemingly calm rhythm may be: hammered beats are highly dancing and trance-inducing. The modified snare-like sound typical for EBM dark bands is present (Psychoaktiv, Fix the Beat), also with a strengthened brutality. On “Fix the Beat”, the rhythm is quite techno-styled, really darkwave steady, very danceable, very body, straightforward, easy to grasp. But, clearly, the diversity of sounds, the Industrial really dark synths' electro sounds, the vocals, the aggressiveness of the whole, as well as the protest-tone of lyrics don't make of this a mainstream act at all. Indeed, this very track is mocking mainstream dark commercial music. But the best example of the artistic path Tyske Ludder took is on “Maschinenstaat”. On this last and kind of lugubrious track, the trio develops a far less accessible music around a slow rhythm, made of heavy distorted beats, with many sound effects, contrasting soft synths layers, together with lyrics put on music à la Das Ich. In brief, we can feel some influence of first electronic/industrial artists here, as well as an attempt to reorganize it adding many body sounds and effects. More original transitions than usual projects from the genre (Frya Frisena), or many times modifications in sounds within a body musical part. Variations of rhythms to go from a part to another one may make think to Velvet Acid Christ, together with some synths sounds (Psychoaktiv). Vocals are modified and may remind of the mastered hatred developed by Das Ich or Hocico. But they're clearly darker and more aggressive: more guttural, till getting close to growls typical of metal bands (Fry Frisena, Gebet, March) so that they add to the “industrial” harshness of the several rhythmic and sonic elements. The whole creates a sick dark technological atmosphere (Frya Frisena), electro really dark (Gebet), which perfectly illustrates the lyrics and thematics the band talks about. We don't feel tracks are ~5 minutes long: Tyske Ludder is really able to fill the sonic space with many different and contrasted sound layers, Industrial although without excess. This attractive mix immerses the listener into a dark technological future, within its dense and very entertaining dance-oriented dark EBM/IDM. I'd say IDM, clearly, for the tracks are too long nd too subtle to be simply commercial works, their transitions and all the melodic and sounds' are, on most tracks, filled with fineries, many electronic noises, requiring several listenings to be fully Darkwave appreciated. Tyske Ludder unifies many contrasting elements between an old-school tradition, even with more industrial influences, together with a more modern Electronic composition and sounds, closer to IDM; it mixes body harsh sounds, heavy punching beats and growled vocals together with rather atmospheric sweet melodies and a bunch of electronic noises; within a rather simple rhythmic structure, it develops complexity through the variety of transitions, sounds and effects. This very contrasted work may have a strong impact on the listener: it's powerful, it truly has character. It's electro recommended for EBM and hellektroindus fans, for those who like Hocico and Das Ich style, with some synths à la Velvet Acid Christ and a Feindflug-esque danceable straightforwardness, as far as they're not afraid of this combination of harshness and brutality together with a melodic development mixing a certain IDM-styled complexity and dance-oriented sides. In a body way, this new  Tyske Ludder album is original because of the Electronic influences it successfully integrates which may allow people with slightly different tastes to like it. Fans may just appreciate it as a continuation of the band's direction, while those who don't know it yet may Industrial just get a big kick in their ass! Thus, “Anonymous” may not electro Darkwave long body stay so anonymous... Check it out!

Partnerlinks: